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Heinz Holliger (c) Priska Ketterer

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Seelenverwandter

Wie Heinz Holliger einmal gestanden hat, ist für ihn Robert Schumann ein Idol seit den Teenagertagen. So hatte er im Alter von 15 Jahren Hansheinz Schneeberger mit Schumanns 2. Violinsonate gehört. Und bis heute verleiht er seiner Bewunderung gleich dreifach Ausdruck. Als Weltklasse- Oboist, als Dirigent sowie als Komponist, der sich vor allem mit dem Konfliktpotential gerade in Schumanns Spätschaffen und seinen letzten Lebensjahren beschäftigt. Für diese befruchtenden wie wagemutigen Schumann- Reflexionen wird der 77-jährige Schweizer Holliger nun 2017 mit dem Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Und nach den bisherigen Preisträgern wie Daniel Barenboim, John Eliot Gardiner und András Schiff geht diese alle zwei Jahre verliehene Ehrung nun erstmals an einen Bläser. Die Feierstunde findet am 20. Januar 2017 im Robert-Schumann-Haus Zwickau statt.

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 5 / 2016



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