Startseite · Klartext · Pasticcio

Heimlicher Bieter: Violinist Joshua Bell (c) Eric Kabik/imgartists

Pasticcio

Meldungen und Meinungen der Musikwelt

Was Stradivari für den Geigenbau ist, das gilt die Manufaktur François Xavier Tourte im Bereich der Geigenbögen. Dementsprechend sind sie nicht nur begehrt, sondern auch fast unerschwinglich. Und so erlebte das staunende Fachpublikum bei einer Auktion des Londoner Hauses Beares einen Bieterwettstreit um einen besonderen Tourtes-Bogen. Immerhin gehörte er einmal dem legendären polnischen Violinisten Bronislaw Huberman, dem Gründer des Israel Philharmonic, und ist mit dessen Initialen versehen. Nun aber brachte ein nicht namentlich genannter Besitzer dieses wertvolle Stück unter das Volk. Und der Auktionshammer ging zum allerletzten Mal bei der stolzen Summe von umgerechnet rund 268.000 Euro runter – damit erzielte man einen absoluten Rekordpreis. Und schon jetzt spekuliert man, ob nicht vielleicht Stargeiger Joshua Bell sich den Bogen ergattert hat. Schließlich besitzt er ja jene Gibson-Stradivari, die einst Huberman ebenfalls gehörte.

Reinhard Lemelle, RONDO Ausgabe 6 / 2015



Kommentare

Kommentar posten

Für diesen Artikel gibt es noch keine Kommentare.


Das könnte Sie auch interessieren

Gefragt

Orquesta Sinfónica Nacional de México

Reisefieber

Es ist deutsch-mexikanisches Jahr: schöner Anlass für eine Europatournee des mexikanischen […]
zum Artikel »

Hörtest

Alexander Zemlinsky: „Die Seejungfrau“

Zemlinskys sinfonische Dichtung „Die Seejungfrau“ gewährt Einblick in die Seele eines […]
zum Artikel »




Top