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Heinrich-Schütz-Haus (c) André Piontek/Heinrich-Schütz-Haus

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Finanzspritze

Am 1.1. ging ein finanzieller Ruck durch Deutschland: Der gesetzlich festgelegte Mindestlohn von 8,50 €/h war da. Und sofort läuteten im Sachsen-Anhaltnischen Weißenfels und dort speziell im „Heinrich- Schütz-Haus“ die Alarmglocken: Wegen des Mindestlohns könne man vier bisher geringfügig beschäftigte (und wohl extrem geringfügig entlohnte) Mitarbeiter nicht mehr bezahlen. Die ZEIT-Stiftung sprang dem Museum mit einer Überbrückung von 20.000 Euro kurzfristig bei. Und das Land sorgt jetzt mit einer Finanzspritze von 80.000 Euro zumindest für die nächsten Monate für Planungssicherheit in dem Renaissancehaus, in dem nicht nur der große Barockkomponist Schütz von 1657 bis 1672 lebte und komponierte. Das Schütz-Haus ist zudem in ganz Deutschland die einzige originale Wohn- und Arbeitsstätte eines Komponisten aus der Barockzeit. Die Zukunft dieser historischen Stätte mit ihrer faszinierenden Dauerausstellung sollte nicht von der Hürde von 8,50 Euro abhängen.

Guido Fischer, RONDO Ausgabe 1 / 2015



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