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Mehr oder weniger

Montserrat Caballé wäre lieber Strauss-Sängerin geworden. All ihre Verdi- und Puccinirollen habe sie in den 60er und 70er Jahren nur aufgenommen, weil die Schallplattenfirma es von ihr verlangte, so Caballé in Wien. Dagegen sei es Maria Callas gewesen, die ihr davon abgeraten habe, an der Deutschen Oper Berlin die Abigaille in Verdis „Nabucco“ zu singen. Die zwei Sängerinnen waren befreundet, obwohl die New Yorker Presse beim Debüt der Caballé getitelt hatte: „Callas + Tebaldi = Caballé“. Sie verriet auch, Karajan habe sie einmal gebeten, für einen Auftritt in Salzburg zehn Kilo abzunehmen. Darauf Caballé: „Ich bin so im Stress, dass ich voraussichtlich noch zugenommen, aber nicht abgenommen haben werde, wenn ich nach Salzburg komme.“ Der Vertrag wurde gelöst.

Robert Fraunholzer, RONDO Ausgabe 3 / 2007



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